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Value At Risk Formel?

Value At Risk Formel
Quick-Info: Berechnung des VaR – Der VaR kann als Wert in einer Währung berechnet werden oder in Prozent. Die Formel für die Berechnung in Prozent lautet μ – z * σ.

  • μ ist die erwartete Rendite.
  • z ist der z-Wert, also die Standardabweichung des zugehörigen Konfidenzniveaus.
  • σ ist die Standardabweichung.

Hier wird allerdings ein Problem mit dem VaR sichtbar: Für die Bestimmung der erwarteten Rendite wird eine verlässliche Datengrundlage benötigt.

Wie berechnet man den Value at Risk?

Berechnungskomponenten – Zuerst wird eine Verteilung der erwarteten Rendite im gewünschten Zeitraum unterstellt. Durch diesen Schritt wird die Standardabweichung σ sowie der Erwartungswert µ ermittelt (Lütolf, Rupp & Birrer, 2018, S.625). Zur Verfügung stehen die Varianz-Kovarianz-Methode, die historische Simulation und die Monte Carlo Simulation (Dermine, 2015, S.308).

Methode Beschreibung
Varianz-Kovarianz-Methode Die Varianz-Kovarianz-Methode wird auch als parametrische oder analytische Methode bezeichnet. Dabei wird der VaR direkt als Funktion der Standardabweichung der Portfoliorendite bestimmt, wobei er aus den Varianzen und Kovarianzen der Marktfaktoren berechnet wird. Meistens unterliegt die Rendite einer Normalverteilung (Wolke, 2016, S.56). Dies muss nicht immer der Fall sein, ebenso könnte beispielsweise eine t-Verteilung unterstellt werden, die eine bessere Darstellung von Ausreisser ermöglicht. Um die Berechnung durchführen zu können, müssen zunächst Varianzen und Kovarianzen der Renditen aus historischen Daten geschätzt werden. Die Vorteile der Varianz-Kovarianz sind der geringe Rechenaufwand und die Möglichkeit, eine Wenn-Dann-Analyse durchzuführen. Probleme treten auf, wenn die Rückflüsse des betrachteten Portfolios in nichtlinearer Weise von den zugrunde liegenden Risikofaktoren abhängen, was beispielsweise bei Optionen der Fall ist. Die Verteilung der Portfoliorenditen weist dann eine Schiefe auf und ist nicht mehr normalverteilt (Miller, 2019, S.55).
Monte-Carlo-Simulation Die Monte-Carlo-Simulation ist eine umfangreiche Simulation am Computer. Dabei werden Marktpreisänderungen in vielen verschiedenen Szenarien (z.B.10’0000 Szenarien) durchgespielt (Keitsch, 2000, S.59). Bei dieser Methode wird die gesamte Verteilung der Wertänderung des Portfolios generiert und der VaR als entsprechendes Quantil aus dieser relativen Häufigkeitsverteilung abgeleitet. Daher kommt auch die Bezeichnung «Full Valuation Method» (Wolke, 2016, S.60). Die Flexibilität bezüglich der Verteilungsannahmen kann als grösster Vorteil der Monte-Carlo-Simulation angesehen werden. Beispielsweise kann eine Normalverteilungen mit einer Poisson Verteilungen überlagert werden, um Extremereignisse abzubilden. Dadurch steigt der Schätzaufwand entsprechend. Nachteilig ist der hohe Rechenaufwand im Fall komplexer Portfolios zu bewerten (Miller, 2019, S.61).
Historische Simulation Die historische Simulation ähnelt der Monte-Carlo­ Simulation. Der Unterschied ist, dass die Wertänderungen nicht mittels Zufallszahlensimulator generiert, sondern direkt aus Vergangenheitsdaten abgeleitet werden (Wolke, 2016, S.57). Dabei wird unterstellt, dass sich die Kursentwicklung sowie die Schwankungsintensität zukünftig ähnlich verhalten werden und dadurch auf die Zukunft geschlossen werden kann (Keitsch, 2000, S.59). Somit ist keine explizite Verteilungsannahme notwendig. Die historische Simulation ist einfach anzuwenden, wenn genügend viele Beobachtungswerte vorliegen, die als repräsentativ gelten (Wolke, 2016, S.57).

Als nächster Schritt wird der z-Wert zum dazugehörigen Konfidenzniveau ermittelt. Bei der Annahme der Normalverteilung (gemäss Varianz-Kovarianz-Methode) kann der z-Wert aus einer Standardnormalverteilungstabelle entnommen werden.

Was sagt der VaR aus?

Value at Risk einfach erklärt. Value at Risk (oder auch VaR) ist ein strategisches Modell, mit dem man Risiken auf finanziellen Märkten, also Marktpreisrisiken messen kann. innerhalb einer Halteperiode, unter den üblichen Marktbedingungen nicht überschritten wird.

Was ist der Credit Value at Risk?

Inhaltlich stellt der Credit – VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken die über die Marge einkalkulierten, erwarteten Standardrisikokosten innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten (Betrag des höchstmöglichen Ausfalls unter einer gegebenen Wahrscheinlichkeit).

Kann Value at Risk negativ sein?

Welche negativen Aspekte sind mit dem Value-at-Risk verbunden? – Der Value-at-Risk wird nicht nur positiv gesehen. Negative Punkte sind :

Kritiker bemängeln, dass aufgrund einer zu geringen Haltedauer keine zuverlässigen Aussagen getroffen werden können. Das Value-at-Risk basiert auf nur liquiden Mitteln, Andere Vermögenswerte bleiben unberücksichtigt. Der Value-at-Risk ist nicht geeignet, um den Maximalverlust eines Unternehmens zu bestimmen. Bei der Berechnung des Value-at-Risk wird unterstellt, dass sich zukünftige Ereignisse so verhalten wie sie es in der Vergangenheit getan haben.

Was versteht man unter Risk Management?

Risikomanagement bezeichnet die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken für den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens. Risikomanagement hilft Unternehmen, operative, rechtliche und prozessuale Risiken zu identifizieren und durch vorbeugende Maßnahmen zu vermindern.

Was prüft der VAR?

Videoüberprüfung –

  • Der Schiedsrichter kann bei einer möglichen klaren und offensichtlichen Fehlentscheidung oder einem möglichen schwerwiegenden übersehenen Vorfall eine Videoüberprüfung einleiten, wenn:
    • der VAR (oder ein anderer Spieloffizieller) eine Videoüberprüfung empfiehlt oder
    • der Schiedsrichter vermutet, einen schwerwiegenden Vorfall übersehen zu haben.
  • Wurde das Spiel bereits unterbrochen, verzögert der Schiedsrichter die Spielfortsetzung.
  • Läuft das Spiel noch weiter, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, sobald sich der Ball das nächste Mal in der neutralen Zone bzw. in einer neutralen Situation befindet (in der Regel, wenn kein Team in der Angriffsbewegung ist) und macht das TV-Zeichen.
  • In beiden Situationen zeigt der Schiedsrichter mittels TV-Zeichen (in die Luft gezeichnetes Rechteck) an, dass eine Videoüberprüfung folgt.
  • Der VAR erklärt dem Schiedsrichter, was auf den TV-Bildern zu sehen ist, aber nicht, welche Entscheidung dieser zu fällen hat. Anschließend:
    • macht der Schiedsrichter das TV-Zeichen (sofern er dieses nicht bereits gemacht hat) und schaut sich im Schiedsrichter-Videobereich (SVB) die TV-Bilder an (Schiedsrichter-Videoüberprüfung oder „on-field review”), ehe er eine endgültige Entscheidung trifft. Die übrigen Spieloffiziellen dürfen sich die TV-Bilder nur ansehen, wenn sie der Schiedsrichter – in Ausnahmefällen – darum bittet, oder
    • trifft der Schiedsrichter aufgrund seiner Einschätzung der Situation, der Informationen des VAR sowie gegebenenfalls der Hinweise anderer Spieloffiziellen eine endgültige Entscheidung (VAR-Konsultation oder „VAR-only review”).
  • Nach Abschluss der Videoüberprüfung muss der Schiedsrichter in beiden Fällen nochmals das TV-Zeichen machen und seine endgültige Entscheidung mitteilen.
  • Bei subjektiven Entscheidungen (z. B. Schweregrad eines Foulspiels, Eingriff ins Spiel bei Abseitsstellung, mögliches Handspielvergehen) ist eine Schiedsrichter-Videoüberprüfung sinnvoll.
  • Bei objektiven Entscheidungen – z. B. Ort des Vergehens, Position des Spielers (Abseits), Ort des Kontakts (Hand-/Foulspiel), knappe Entscheidungen an der Strafraumgrenze (inner- oder außerhalb des Strafraums), Ball aus dem Spiel – erfolgt üblicherweise eine VAR-Konsultation. Eine Schiedsrichter-Videoüberprüfung hilft bei objektiven Entscheidungen, wenn die Spieler oder das Spiel beruhigt oder eine Entscheidung gestützt werden soll (z. B. bei spielentscheidenden Entscheidungen in den letzten Spielminuten).
  • Der Schiedsrichter kann andere/weitere Winkel/Geschwindigkeiten verlangen, grundsätzlich sollte die Zeitlupe aber nur für objektive Entscheidungen verwendet werden (z. B. Ort des Vergehens, Position des Spielers, Ort des Kontakts bei physischen oder Handspielvergehen. Ball aus dem Spiel (einschließlich Tor/kein Tor)). Normale Geschwindigkeit sollte verwendet werden, um den Schweregrad eines Vergehens oder ein mögliches Handspielvergehen zu beurteilen.
  • Bei Entscheidungen/Vorfällen im Zusammenhang mit einem Tor, einem Strafstoß oder einer direkten roten Karte wegen Vereitelns einer offensichtlichen Torchance muss bei einer Videoüberprüfung möglicherweise auch die Angriffsphase, die der Entscheidung/dem Vorfall unmittelbar vorausging (z. B. wie das angreifende Team in Ballbesitz kam), betrachtet werden.
  • Gemäß Spielregeln dürfen Entscheidungen zur Spielfortsetzung (Eckstoß, Einwurf etc.) nicht geändert werden, nachdem das Spiel fortgesetzt wurde. Folglich können diese bei einer Videoüberprüfung nicht überprüft werden.
  • Wurde das Spiel unterbrochen und bereits wieder fortgesetzt, darf der Schiedsrichter nur im Fall von Spielerverwechslungen oder möglichen feldverweiswürdigen Vergehen (z. B. wegen einer Tätlichkeit, Anspuckens oder Beißens des Gegners oder einer äußerst anstößigen, beleidigenden und/ oder schmähenden Handlung) eine Videoüberprüfung vornehmen und entsprechende Disziplinarmaßnahmen ergreifen.
  • Die Videoüberprüfung sollte möglichst effizient ablaufen, die Genauigkeit der endgültigen Entscheidung ist aber wichtiger als die Geschwindigkeit. Angesichts dessen sowie aufgrund der Komplexität einiger Situationen mit mehreren Entscheidungen/Vorfällen, die überprüft werden können, gibt es für die Videoüberprüfung keine zeitliche Einschränkung.

Was überprüft der VAR?

Der VAR überprüft, ob der Ball außerhalb des Spielfeldes war, in eines der folgenden Szenarien: Wenn der Ball vollständig eine der Linien zur Spielbegrenzung überschritten hat. Wenn der Schiedsrichter das Spiel bereits unterbrochen hat. Wenn der Ball den Schiedsrichter berührt hat.

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Warum greift VAR nicht ein?

VAR oder nicht?! – SFV Schiedsrichter Kaum etwas wird in den letzten Wochen in der Bundesliga öfter in Frage gestellt als der VAR (Video Assistant Referee). Doch welche Vorgaben hat der VAR eigentlich. Wann soll/muss der Videoschiedsrichter eigentlich eingreifen und was darf er entscheiden.

  • Dies ist im VAR-Protokoll des IFAB klar geregelt.
  • Der VAR darf nur dann eingreifen, wenn eine KLARE und EINDEUTIGE FEHLENTSCHEIDUNG des Schiedsrichters vorliegt.
  • Das heißt im Klartext, dass der VAR nicht dafür da ist Entscheidungen des Schiedsrichters zu verbessern, sondern nur klare Fehlentscheidungen zu korrigieren.

Liegt also eine Entscheidung des Schiedsrichters im Interpretationsspielraum des Regelbuches, greift der VAR nicht ein. Ein Beispiel: Ein Stürmer läuft in den Strafraum. Der Verteidiger läuft ihm entgegen und trifft den Stürmer leicht unten am Fuß. Der Stürmer kommt aus dem Tritt und geht zu Boden.

Der SR entscheidet auf Strafstoß. Nun überprüft der VAR diese Situation (Strafstoß) standardmäßig und fragt den Schiedsrichter über Funk, welches Vergehen er geahndet hat. Der VAR stellt fest, dass es einen Kontakt im Strafraum gegeben hat und der Schiedsrichter am Feld hat diesen wahrgenommen und geahndet.

Auch wenn der Kontakt nur leicht war, hat der Schiedsrichter im Sinne der Spielregeln entschieden und der VAR greift NICHT ein. Bei welchen Situationen darf der VAR eingreifen:

Tor oder nicht Tor – auch Abseitsentscheidungen / Foulentscheidungen vor einer Torerzielung Situationen im Strafraum Situationen mit Roter Karte oder fehlender Roter Karte falsche Spieler Identifikation

Trotz aller Vorgaben und Regelungen wird es weiter Diskussionen rund um die Entscheidungen des Schiedsrichters und des VAR geben. Das ist aber auch gut so, denn was wäre unser Fußball ohne Emotionen! : VAR oder nicht?! – SFV Schiedsrichter

Was ist ein risikotreiber?

Laut Duden stellt eine Katastrophe ein ‘schweres Unglück’ oder ‘Naturereignis mit verheerenden Folgen’ dar. Häufig wird in der traditionellen Wahrnehmung der Begriff Risiko mit Risikoquelle oder Risikotreiber gleichgesetzt.

Was ist Credit Risk Management?

Was ist Credit Risk Management? Im Credit Risk Management von Banken und Finanzdienstleistern geht es darum, die Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) und die Höhe der Verluste (EL) zu analysieren, sie zu bewerten und darauf basierend Entscheidungen zu treffen.

Warum ist das positiv Chance oder negativ Risiko )?

Definition Positives Risiko=Chance – Ein positives Risiko wird auch als Chance bezeichnet. Dabei handelt es sich ebenso wie bei einem negativen Risiko um eine Abweichung von einem Ziel, die jedoch nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im Projektverlauf eintritt. Allerdings stellt eine Chance keine Gefahr für die Projektziele dar. Vielmehr wirkt sie sich positiv aus, so dass die Ziele schneller oder besser erreicht werden. Zudem können, neben den im Vorfeld definierten Zielen, durch das Eintreten von Chancen weitere erreicht werden.

Was sind die drei Schritte beim Risikomanagement?

Die Bereiche des Risikomanagements – Das Risikomanagement besteht immer aus einzelnen Arbeitsschritten, die nacheinander erfolgen:

Identifizierung des Risikos Risikoanalyse Risikobewertung Maßnahmenplan

Welche Risikoanalysen gibt es?

Prozessablauf – Die Risikoanalyse wird in drei Schritten durchgeführt:

  • Identifikation der Gefahren ( Risikoidentifikation ), die das System verletzen oder zerstören können.
  • Analyse der Ursachen der identifizierten Gefahrenereignisse (deduktive Ursachenanalyse / Fehlerbaumanalyse ) und Ermittlung deren Häufigkeiten.
  • Analyse der Schadensauswirkungen der identifizierten Gefahrenereignisse, die von dem System ausgehen können (induktive Analyse / Ereignisbaumanalyse ) und Ermittlung deren Wahrscheinlichkeiten.

Für die Risikoanalyse kommen unterschiedlichste wissenschaftliche Analysetechniken zur Anwendung, wie Arbeitsanalyse, Elementaranalyse, Finanzanalyse, qualitative Analyse, quantitative Analyse, Portfolio-Analyse, Schwachstellenanalyse oder Szenarioanalyse,

Das quantitative Risiko ergibt sich aus der Multiplikation der Schadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. der Gefährdungsrate, je nachdem, ob es sich um ein zeitlich begrenztes Wagnis oder um ein Risiko handelt, summiert über die verschiedenen Gefährdungen ( Risikoquantifizierung ). Die Gefahrenidentifizierung sollte so weit wie möglich auf quantitativen (historisch, statistisch) Daten beruhen.

Auch qualitative Methoden, wie z.B. Expertenmeinungen, Checklisten sollten zur Anwendung kommen. Ziel der Analyse ist es, alle wahrscheinlichen Gefahren zu finden und zu erfassen. Bei der Risikoanalyse sind auch die mit der Analyse verbundenen Unsicherheiten zu berücksichtigen (Daten- als auch Modellunsicherheiten) und die Unsicherheitsquellen sind soweit möglich zu identifizieren (siehe auch Entscheidung unter Unsicherheit ).

Wie erstelle ich eine Risikomatrix?

Um eine Risikomatrix bzw. ein Risikodiagramm zu erstellen, müssen Sie zuerst die Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadensausmaße Ihrer Risiken bewerten. Dann tragen Sie die einzelnen Risiken gemäß dieser Werte in ein Koordinatensystem ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit geben Sie in der Regel in fünf Stufen an.

Wann wird ein 11m wiederholt?

Wenn der Ball bei einem Strafstoß oder beim Elfmeterschießen beschädigt wird, während er sich nach vorne bewegt und bevor er einen Spieler, die Querlatte oder einen Torpfosten berührt, wird der Strafstoß/Elfmeter wiederholt. Der Ball darf während des Spiels nur mit der Erlaubnis des Schiedsrichters ausgetauscht werden.

Wann gibt es 11 Meter?

Ein Strafstoß im Fußball wird auch Elfmeter, Elfer oder Penalty genannt. Er ist eine vom Schiedsrichter verhängte Strafe für ein Vergehen im Strafraum. Der Elfmeter wird als Spielstrafe vom Unparteiischen verhängt, wenn ein Regelverstoß vorliegt. Der Elfmeter wird von einem Punkt aus Elf Metern Entfernung ausgeführt.

  • Dieser Elfmeterpunkt wird – wie die Linien auf dem Spielfeld mit einer speziellen Sportplatzmarkierung auf dem Rasen oder jedem andern Untergrund eines Fußballplatzes sichtbar gemacht.
  • Der Abstand von der Mitte der Torlinie zum Elfmeterpunkt beträgt – wie es der Name schon sagt – elf Meter.
  • Bei einem Strafstoß müssen alle Spieler – bis auf der Torwart und der Schütze – außerhalb des Strafraums oder hinter dem Strafraumkreis positioniert sein.

Der Elfer darf nur ausgeführt werden, wenn sich der Torwart mit Sicht zum Spielfeld auf der Torlinie positioniert hat. Auf der Torlinie darf sich der Torwart beliebig bewegen, sich aber nicht nach vorne bewegen. Bricht der Keeper eine dieser regeln, ist er zu verwarnen.

  • Ein Elfmeter wird durch den Pfiff des Schiedsrichters freigegeben.
  • Erst nachdem der Schütz den Ball mit dem Fuß berührt hat, ist der Ball im Spiel – die Partie wird somit fortgesetzt.
  • Erst dann darf auch der Torwart in seinem Tor die Torlinie verlassen.
  • Auch die anderen Spieler dürfen den Strafraum erst danach den Strafraum verlassen.

Der Schütze darf den Ball bei der Ausführung nur ein Mal berühren. Das bedeutet: Er darf einen möglichen Nachschuss nur ausführen, wenn dieser vom Torwart abgewehrt wurde. Sollte es doch zwei Mal der Fall sein, geht es mit einem indirekten Freistoß für die verteidigende Mannschaft weiter.

  1. Fest steht auch: Vor jedem Elfmeter muss für den Unparteiischen klar ersichtlich sein, welcher Akteur den Elfer ausführen wird.
  2. Es kann also nicht einfach ein anderer Spieler angelaufen kommen und den Strafstoß schießen.
  3. Für die Zeitnahme einer Partie ist auch klar, dass es im Falle einer Elfmeterentscheidung eine gewisse Nachspielzeit gibt.

Das resultiert aus allgemein bekannten Diskussionen um die Entscheidung. Zudem dauert es einen Moment, bis alle Akteure Aufstellung vor der Ausführung genommen haben. Es gab auch schon viele Fälle, in denen Elfmeter wiederholt werden mussten. Das hängt damit zusammen, dass der Torwart die Torlinie zu früh verlassen hat, oder dass Spieler den Strafraum noch vor der Ballberührung des Schützen wieder betreten haben.

Wann ist ein Freistoß direkt oder indirekt?

– Direkter Freistoß : Der ausführende Spieler kann direkt ein Tor erzielen. – Indirekter Freistoß : Ein Tor kann nur erzielt werden, wenn neben dem ausführenden Spieler ein zweiter (auch von der Gegenmannschaft) den Ball berührt.

Wann greift der VAR ein?

Seit Einführung des Video Assistent Referee, dem VAR, wird dieser heftig diskutiert. Was darf er, was nicht? Können falsche Entscheidungen des (Video-)Schiedsrichters durch ein Gericht nachträglich überprüft und bei Bedarf aufgehoben und ein Spieler bestraft werden? – Die ersten Fussballregeln wurden im Laufe des 19.

  • Jahrhunderts festgeschrieben, und auch heute noch wird weitgehend nach diesen Regel gespielt, auch wenn über die Jahre immer wieder Änderungen erfolgt sind.
  • Die grösste Änderung, die aktuell intensiv diskutiert wird, ist die Einführung des Video Assistent Referee, dem VAR.
  • Dieser kam unter anderem bei der letztjährigen WM, ab der K.o.-Phase der Champions League und der abgelaufenen Bundesligasaison zum Einsatz.
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In der Schweiz wird dies neu ab der kommenden Spielzeit der Fall sein. Es stellt sich erstmals die Frage, in welchen Situationen der VAR eigentlich eingreifen kann. Können alle Schiedsrichterentscheide überprüft werden? Nein, dem ist nicht so: Der VAR kann nur in den folgenden vier Situationen eingreifen, nämlich:

bei einem Tor (falls dem Tor ein Foul, Handspiel, Abseits oder eine andere Regelwidrigkeit voran ging), bei einem Elfmeter (falls ein elfmeterwürdiges Vergehen nicht oder falsch geahndet wurde), bei einer roten Karte (falls ein Vergehen nicht oder falsch geahndete wurde), oder bei der Verwechslung eines Spielers (bei roter, gelb-roter oder gelber Karte).

Voraussetzung für ein Eingreifen des VAR ist immer, dass eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt. Liegt keine solche, klar falsche Wahrnehmung des Schiedsrichters vor, darf der Video-Assistent eigentlich nicht eingreifen.

  1. Über die Frage, wann eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung vorliegt, dürfte in der Zukunft noch oft gestritten werden, beispielsweise bei Abseits-Entscheidungen, bei denen es auf Zentimeter ankommen kann.
  2. Von den Gegnern des VAR wird kritisiert, dass dieser oftmals bei falschen Schiedsrichterentscheidungen nicht eingreife, selbst wenn ein offensichtliches Vergehen eines Spielers vorliegt.

Umgekehrt wird häufig hinterfragt, weshalb der VAR eingreift, selbst wenn keine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorgelegen hat. Der VAR steht mit dem Schiedsrichter über Funkt in Kontakt. Die Kommunikation kann sowohl vom VAR als auch vom Schiedsrichter auf dem Platz ausgehen.

Der VAR kann den Schiedsrichter auf etwas aufmerksam machen, doch kann der Schiedsrichter auch selbst beim VAR nachfragen, wenn er sich in der Beurteilung einer bestimmten Spielsituation nicht sicher ist. Schliesslich hat der Schiedsrichter die Möglichkeit, strittige Spielszenen auf einem Video-Monitor am Spielfeldrand selbst nochmals anzuschauen, denn die Entscheidung liegt letztlich unverändert beim Schiedsrichter auf dem Platz.

Der VAR ist also kein Ober-Schiedsrichter, er erweitert vielmehr das Team des Schiedsrichters. Die Befürworter des VAR argumentieren damit, dass dieser zu mehr Gerechtigkeit im Fussball führe. Um dieses Ziel zu erreichen, so könnte man argumentieren, wäre es doch hilfreich, wenn falsche Entscheidungen des (Video-)Schiedsrichters durch ein Gericht nachträglich überprüft und bei Bedarf aufgehoben werden könnten.

Dies ist aber nicht möglich und zwar aus folgendem Grund: Es wird unterschieden zwischen dem Recht (also den Rechtsregeln ) und den Spielregeln, Diese Spielregeln bestimmen einzig den Spielverlauf und das Verhalten der Spieler auf dem Feld, haben darüber hinaus aber keine weitere Wirkung. So besagt z.B.

eine Spielregel, dass ein grobes Foulspiel mit einer roten Karte sanktioniert werden muss. Dazu wird der fehlbare Spieler nachtäglich gesperrt; hier handelt es sich um eine Rechtsregel, da sie Auswirkungen über das Spiel hinaus hat. Die Spielregeln werden auch als “Nichtrecht” bezeichnet, weshalb während dem Wettkampf ausgesprochene Entscheide und Sanktionen endgültig sind, und nicht durch einen Richter nachträglich überprüft werden können (sogenannter Tatsachenentscheid ).

  • Der Schiedsrichter entscheidet innerhalb des Spielverlaufs immer endgültig, da das Spiel sinnlos würde, falls es durch den Gang zum Gericht unterbrochen werden könnte.
  • Dies gilt auch, wenn dem Schiedsrichter Fehler unterlaufen (können), die einen direkten Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg im Spiel haben.

Hier sollte eigentlich der VAR eingreifen, nicht jedoch der Zivilrichter. Eine Ausnahme davon besteht im Strafrecht, falls aus einem Spiel eine (schwere) Körperverletzung resultiert. Wird ein Fussballer durch ein Foulspiel derart schwer verletzt, so kann dies nachträglich durch den Strafrichter sanktioniert werden.

Der fehlbare Spieler wird bestraft, z.B. mit einer Geldstrafe, die er an die Staatskasse bezahlen muss. Dies ändert aber nichts am Entscheid des Schiedsrichters, ob er das Foul als solches ahndet, oder ob er den fehlbaren Spieler verwarnt oder des Feldes verweist. So ist es kürzlich in einem Juniorenspiel in der Schweiz vorgekommen, dass ein grobes Foulspiel, welches beim gefoulten Spieler zu einem komplizierten Knöchelbruch führte, nur mit einer gelben Karte sanktioniert worden ist (obwohl eher eine rote Karte angebracht gewesen wäre).

Der Strafrichter hat danach auf fahrlässige Körperverletzung entschieden und den Täter zu einer Geldstrafe verurteilt, was aber am Entscheid des Schiedsrichters nichts mehr änderte. Auch in der neuen Saison werden allerlei Entscheidungen, sei es auf oder neben dem Platz zu Diskussionen führen.

Wo greift der VAR ein?

VAR: Alle Fragen und Antworten zum Video-Beweis – Seit wann gibt es den Video-Beweis? Der Video-Beweis wurde in der Bundesliga zur Saison 2017/18 eingeführt, in der 2. Bundesliga zwei Jahre später. Der erste europäische Verband, welcher das Hilfsmittel eingesetzt hatte, war aber der niederländische KNVB.

In Holland kam der VAR bereits in der Saison 2016/17 im Pokal-Wettbewerb zum Einsatz. Das International Football Association Board (Ifab) nahm den VAR im Jahr 2018 in seine offiziellen Fußball-Regeln auf. Nicht zu verwechseln ist der Video Assistant Referee derweil mit der sogenannten Torlinientechnik.

Das „Hawk-Eye”, welches klärt, ob ein Ball die Torlinie vollständig überschritten hat, wird bereits seit der Saison 2015/16 in der Bundesliga eingesetzt. Premiere feierte das System am 30. Mai 2015 im Berliner Olympiastadion beim Finale des DFB-Pokals, welches der VfL Wolfsburg seinerzeit mit 3:1 gegen Borussia Dortmund gewann.

Wann darf der Video Assistant Referee eingreifen? Es ist die Frage, welche unter Fußball-Fans wohl am hitzigsten diskutiert wird: Wann darf und wann muss der Video Assistant Referee eingreifen? Die Bedingungen sind von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und im VAR-Protokoll des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) klar definiert.

In diesen vier Szenarien kann der VAR eingreifen: – Nach einer Torerzielung (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten bei oder im Vorfeld der Torerzielung) – Nach einem Elfmeter-Pfiff (nicht oder falsch geahndete Vergehen) – Bei einer Roten Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen) – Bei einer Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte) Voraussetzung ist dabei, dass nach Einschätzung des Video-Assistenten eine klare Fehlentscheidung des Referees auf dem Rasen erfolgt ist.

Wann meldet sich der VAR?

Wann wurde der Video Assistant Referee (VAR) in der Schweiz eingeführt? Die Swiss Football League (SFL) führte den VAR auf die Saison 2019/20 hin in allen Spielen der Super League ein. Wo arbeitet der VAR? Das VAR-Team arbeitet im zentralen Video Operation Room (VOR) in Volketswil.

  • Hier stehen fünf komplett ausgerüstete Arbeitsstationen zur Verfügung.
  • Das Team hat zur Überprüfung der Entscheide des Schiedsrichters alle Kamerasignale aus den Stadien der Super League zur Verfügung.
  • Gleichzeitig hat der VAR die Möglichkeit, ausgewählte Bilder zurück ins Stadion in die Referee Review Area (RRA) zu senden.

Dort kann sich der Schiedsrichter auf Empfehlung des VAR diese Bilder anschauen, bevor er seinen Entscheid fällt. Wie viele zusätzliche Personen sind bei einem Spiel mit VAR im Einsatz? Im zentralen Video Operation Room (VOR) in Volketswil steht für jedes Spiel der Super League ein Video Assistant Referee (VAR), ein Assistant (AVAR) und ein Replay Operator (RO) im Einsatz.

Ein Supervisor wird jeweils die Spiele überwachen. Im Stadion wird zudem ein zusätzlicher Review Assistant (RA) eingesetzt, der für die technische Betreuung der Referee Review Area (RRA) am Spielfeldrand zuständig ist. Wer kann als VAR eingesetzt werden? Gemäss IFAB-Protokoll muss ein VAR ein aktiver Schiedsrichter und ein AVAR ein aktiver Schiedsrichterassistent der Super League oder Challenge League sein, oder kürzlich von einer dieser Funktionen zurückgetreten sein.

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Voraussetzung für die Arbeit als VAR und AVAR ist, dass die betreffenden Personen die geforderte Anzahl Schulungen erfolgreich absolviert haben. Auf welche Bilder kann der VAR zurückgreifen? Dem VAR-Team stehen im VOR alle Kamera-Perspektiven zur Verfügung, die von den TV-Produktionsfirmen für die Live-Übertragung für den TV-Zuschauer angeboten werden.

Die Anzahl Kameras in der Schweiz ist gemäss IFAB absolut ausreichend (Minimumstandard liegt bei 4 Kameras). Zudem bestehen in der Schweiz die Kameras auf Höhe des Strafraums sowie die Führungskamera in der Mitte, die gemäss einer weitreichenden Analyse des Systemanbieters Hawk-Eye bei VAR-Überprüfungen mit grossem Abstand am häufigsten zum Einsatz kommen.

Wann darf der VAR eingreifen? Der VAR darf den Schiedsrichter bei einem klaren und offensichtlichen Fehler unterstützen oder wenn der Schiedsrichter einen schwerwiegenden Vorfall übersehen hat. Dies ausschliesslich in den vier spielentscheidenden Situationen: Tore, Penalty-Szenen, Rote Karten, Spielerverwechslungen.

Wer trifft die letzte Entscheidung? Die letzte Entscheidung liegt unverändert beim Schiedsrichter auf dem Platz. Der VAR ist kein Ober-Schiedsrichter. Er erweitert vielmehr das Team des Schiedsrichters – zusätzlich zu den beiden Schiedsrichterassistenten an den Seitenlinien und dem Vierten Offiziellen.

Wie kommuniziert der Schiedsrichter auf dem Platz mit dem VAR? Alle Spieloffiziellen sind mit einem neuen Funksystem (Referee Communication System der Firma Riedel) miteinander verbunden. Der Schiedsrichter kommuniziert wie gewohnt in erster Linie mit den beiden Assistenten und dem Vierten Offiziellen.

  • Das VAR-Team hört diese Kommunikation mit.
  • Der VAR seinerseits meldet sich nur aktiv beim Schiedsrichtergespann, wenn er den Schiedsrichter auf einen klaren und offensichtlichen Fehler in einer der vier spielentscheidenden Szenen hinweisen will.
  • Wie viel Zeit darf die Klärung einer Situation in Anspruch nehmen? Es gibt keine maximale Dauer für eine Überprüfung.

Richtigkeit geht vor Schnelligkeit. Ziel ist aber immer die möglichst schnelle Klärung. Zudem verhindert die Vorgabe, nur bei klaren und offensichtlichen Fehlern eingreifen zu dürfen, in der Logik eine lange Überprüfung. Wieso schaut sich der Schiedsrichter manchmal die Bilder am Spielfeldrand an, manchmal nicht? Ist der VAR der Überzeugung, es liegt ein klarer und offensichtlicher Fehler des Schiedsrichters in einer der vier spielentscheidenden Situationen (Tor, Penalty-Szene, Rote Karte, Spielerverwechslung) vor, informiert er den Schiedsrichter.

  1. Handelt es sich um einen faktischen Entscheid (z.B.
  2. Abseits, Foulspiel innerhalb oder ausserhalb des Strafraums, Ball im Aus), nimmt der Schiedsrichter die Information des VAR zur Kenntnis und kann entscheiden, ohne sich die Bilder anzuschauen (VAR-only Review).
  3. Bei subjektiven Entscheiden (z.B.
  4. Penalty oder nicht, Gelb oder Rot nach Foulspiel, Foulspiel des Angreifers) nutzt der Schiedsrichter die Möglichkeit, sich die Szene auf dem Bildschirm in der Referee Review Area (RRA), die sich bei Blickrichtung aufs Spielfeld grundsätzlich links neben den Spielerbänken befindet, noch einmal anzuschauen (On-Field-Review).

Können auch die Klubs eine Überprüfung einer Szene fordern? Nein, dies wird vom Internationale Football Association Board (IFAB), welches die bindenden Vorgaben für den weltweiten Einsatz des VAR erlässt, nicht zugelassen. Da der VAR aber sowieso die Aufgabe hat, das gesamte Spiel zu beobachten und alle Aktionen zu überprüfen, ist diese «Challenge» gar nicht erforderlich.

Fordert ein Spieler oder ein Offizieller vehement die Überprüfung eines Entscheids, ist er gemäss Regelwerk durch den Schiedsrichter zu verwarnen. Welche neuen Zeichen wendet der Schiedsrichter auf dem Feld an? Der Schiedsrichter zeigt Spielern und Zuschauern den Kontakt zum VAR an, indem er eine Hand an sein Headset führt.

Dabei bleibt das Spiel unterbrochen. Wenn sich der Schiedsrichter eine Szene in der Referee Review Area anschauen will (On-Field-Review), so zeichnet er mit beiden Händen symbolisch den Umriss eines Bildschirms in die Luft. Nach Ende der Überprüfung am Spielfeldrand macht er erneut das Bildschirm-Zeichen und zeigt anschliessend seine endgültige Entscheidung an.

Ändert der Schiedsrichter seine Entscheidung aufgrund des Hinweises des VAR direkt ab (VAR-only Review), zeichnet er ebenfalls symbolisch den Umriss eines Bildschirms in die Luft. Wie werden die Fans über den Schiedsrichter-Entscheids nach VAR-Intervention informiert? Entscheidet der Schiedsrichter auf Empfehlung des VAR oder aus eigenem Antrieb, sich eine Szene in der Referee Review Area (RRA) anzuschauen, wird der TV-Zuschauer über den Bildschirm und der Fan im Stadion auf der Video-Anzeige über den Grund für die laufende Überprüfung informiert.

Der endgültige Entscheid des Schiedsrichters nach der Überprüfung (On-Field-Review) oder eine allfällige Änderung nach einem Hinweis des VAR auf einen faktischen Fehler (VAR-only Review) wird ebenfalls über TV und Stadion-Screen kommuniziert. Wieso verzichtet die SFL auf die Torlinien-Technologie? Die Technologie ist mit hohem finanziellem und personellem Aufwand verbunden.

Videobeweis wird nur eingesetzt, um eindeutige Fehler zu korrigieren oder bei übersehenen, schwerwiegenden Vorfällen bei vier definierten spielentscheidenden Entscheidungen.Die endgültige Entscheidung wird immer vom Schiedsrichter getroffen.VAR sind Spieloffizielle – jede Information, die der VAR dem Schiedsrichter mitteilt, wird vom Schiedsrichter genauso behandelt wie Informationen, die er von einem Schiedsrichterassistenten oder vom vierten Offiziellen erhält.Der Schiedsrichter muss immer eine Entscheidung treffen, ungeachtet der Anwesenheit eines VAR, d.h. dem Schiedsrichter ist es nicht erlaubt, eine Entscheidung zu «vertagen» und die Situation an den VAR weiterzuleiten. Wenn der Schiedsrichter entscheidet, das Spiel nicht wegen eines mutmasslichen Vergehens zu unterbrechen, kann die Entscheidung (das Spiel weiterlaufen zu lassen) überprüft werden.Die ursprüngliche Entscheidung des Schiedsrichters wird nicht geändert, bis die Videosichtung zweifelsfrei zeigt, dass die Entscheidung eindeutig falsch war.Nur der Schiedsrichter kann eine Überprüfung veranlassen; der VAR (und die anderen Spieloffiziellen) können dem Schiedsrichter eine Prüfung lediglich empfehlen.Um welchen Prüfungsvorgang auch immer es geht, es besteht kein Zeitdruck zur schnellen Prüfung der Entscheidung, da Genauigkeit wichtiger ist als Schnelligkeit.Die Spieler und Teamoffiziellen dürfen den Schiedsrichter nicht umstellen oder versuchen, die Prüfung einer Entscheidung, den Prüfungsvorgang oder die endgültige Entscheidung zu beeinflussen. Ein Spieler, der das «Prüfungszeichen» fordernd verwendet, um eine Überprüfung zu fordern, wird verwarnt.Der Schiedsrichter sollte während des Prüfungsvorgangs «sichtbar» bleiben, um Transparenz zu gewährleisten.Wenn das Spiel nach einem Vorfall weiterläuft und das mögliche Vergehen anschliessend geprüft wird, werden keine Disziplinarmassnahmen widerrufen, die in der Zeit nach dem Vorfall ausgesprochen wurden, auch wenn die ursprüngliche Entscheidung geändert wird (ausgenommen eine Bestrafung für das Unterbinden eines aussichtsreichen Angriffs oder für das Verhindern einer eindeutigen Torchance).Es gibt einen maximalen Zeitraum vor und nach einem Vorfall, der geprüft werden kann.Das VAR-Protokoll entspricht so weit wie möglich den Grundsätzen und der Philosophie der Spielregeln.

Für alle Medienanfragen zum Bereich der Schiedsrichter hat der SFV einen virtuellen Briefkasten eingerichtet. An die Adresse refereeingfootball.ch können alle Fragen zu den Änderungen der Fussballregeln und zum Einsatz des VAR gesandt werden. Am ersten Arbeitstag nach einer Spielrunde werden die Anfragen von einem Experten aus dem Schiedsrichterressort schriftlich beantwortet.

Wie funktioniert der VAR?

Fußball-Videobeweis: Was ist das? – Die Abkürzung VAR steht für „Video Assistant Referee”. Einfach ausgedrückt handelt es sich um eine erweiterte Überprüfung des Spielgeschehens, um Fehlentscheidungen bestmöglich zu vermeiden. Dafür sitzen Video-Assistent:innen in einem separaten Raum und verfolgen das Spiel an mehreren Bildschirmen.

  1. Unter bestimmten Umständen und im Normalfall nur bei einer klaren Fehlentscheidung dürfen sie eingreifen und die hauptverantwortlich spielleitende Person kontaktieren.
  2. Es folgt gegebenenfalls eine Kontrolle der Situation an den Bildschirmen der Video-Assistent:innen und eine Absprache zwischen ihnen und dem Schiedsrichter.

Im Fußball hat der Videobeweis noch Grenzen. So darf er nur in diesen vier Situationen aktiv werden:

  • Torerzielung
  • Rote Karte
  • Strafstoß
  • Verwechslung

Das alles soll die Entscheidungsfindung unterstützen. Spielleiter:innen haben bei einem Fußball-Videobeweis immer das letzte Wort und grundlegend zwei Optionen:

  1. Entweder folgen sie der VAR-Empfehlung ohne einen eigenen Gegencheck
  2. oder sie überprüfen die Spielsituation – weiterhin in Absprache – selbst an einem seitlich des Spielfeldes platzierten Monitor.