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Wer Hat Den Adventskranz Erfunden?

Wer Hat Den Adventskranz Erfunden
Das Rauhe Haus Das Rauhe Haus Die Stiftung Das Rauhe Haus. Willkommen im Rauhen Haus mit seinen vielfältigen Betreuungs- und Bildungsangeboten! Wir sind ein diakonisches Unternehmen und arbeiten in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Teilhabe mit Assistenz, Sozialpsychiatrie und Pflege sowie im Bereich Bildung. https://www.rauheshaus.de › ueber-uns › stiftung

Stiftung – Hamburg – Das Rauhe Haus

und der Adventskranz. Johann Hinrich Wichern als Erfinder. Johann Hinrich Wichern (1808–1881), Gründer des Rauhen Hauses, gilt als Erfinder des Adventskranzes. Er stellte 1839 im damaligen Betsaal auf dem Stiftungsgelände in Hamburg-Horn den ersten Adventskranz der Welt auf.

Brauchtum im Advent Artikel bewerten: Durchschnittliche Bewertung: 4.13978 von 5 bei 93 abgegebenen Stimmen. Angeblich hat Johann Hinrich Wichern, ein evangelischer Pfarrer aus Hamburg, den Adventskranz erfunden. Vor nicht ganz 200 Jahren leitete er dort das “Rauhe Haus”, ein Heim für bedürftige Kinder.

Die Heimkinder konnten – wie alle Kinder – die lange Wartezeit bis Weihnachten kaum aushalten. Im Jahr 1839 kam Johann Hinrich Wichern die zündende Idee: Er nahm ein altes Kutschenrad aus Holz und befestigte Kerzen darauf. Einen Adventskranz selbst zu binden, macht Spaß: Man braucht einen Rohling aus Stroh, Draht, Tannenzweige – und etwas Übung! Für die Sonntage nahm er große weiße Kerzen, für die Wochentage des Advents kleine rote Kerzen.

Dann hängte er das kerzengeschmückte Wagenrad an die Decke des Saals, in dem die ganze Hausgemeinschaft betete. An jedem Tag des Advents zündete er eine weitere Kerze an: unter der Woche eine kleine, an den vier Adventssonntagen eine große Kerze. So konnten die Kinder an der Anzahl der Kerzen, die noch nicht brannten, ganz einfach abzählen, wie viele Tage sie noch bis Heiligabend warten mussten.

Und jeden Tag wurde es in dem Raum ein wenig heller und wärmer, Auch dass sein Kranz ein rundes Wagenrad war, passte dem Pfarrer gut: So kann der Kranz auch als Bild für die Unendlichkeit Gottes gesehen werden, denn er hat keinen Anfang und kein Ende. Die Kerzen stehen für das Licht, das den Menschen an Weihnachten durch die Geburt Jesu geschenkt wird.

Bald wurde der festliche Kerzenkranz im “Rauhen Haus” zusätzlich mit Tannengrün geschmückt. Von Hamburg aus verbreitete sich der Brauch im ganzen Land. In Lüneburg in Niedersachsen wird alter Wasserturm in einen “Wichernkranz” verwandelt: Es ist einer der größten Adventskränze Europas.

Zunächst gab es die Kränze vor allem in evangelischen Kirchen und Gebetshäusern, später auch in vielen Wohnhäusern. Ab dem Jahr 1925 eroberte der Brauch auch die katholischen Kirchen. Beim ursprünglichen “Wichernkranz” waren – je nach Länge der Adventszeit – 24 bis 28 Kerzen aufgesteckt. Da aber nicht in jeder Wohnung für so einen großen Kerzenkranz Platz an der Decke war, wurde die Zahl der Kerzen bald auf vier beschränkt: eine für jeden Sonntag im Advent.

Achtung! Die Kerzen am Adventskranz nie unbeaufsichtigt brennen lassen! Am besten löscht man die Kerzen mit so einem Löschhütchen. Dass es genau vier Sonntage sind, liegt übrigens an Papst Gregor I., der auch “der Große” genannt wird. Er verfügte im Mittelalter, dass der Advent, die Zeit der Vorbereitung auf die “Ankunft des Herrn”, vier Sonntage haben solle.

Warum hat Johann Hinrich Wichern den Adventskranz erfunden?

Symbolik – Adventskranz mit einer rosa Kerze für den Sonntag Gaudete in St. Richard in Otting Es gibt verschiedene Deutungen der Symbolik des Adventskranzes. Die ursprüngliche Symbolik ist die Zunahme des Lichtes als Ausdruck der steigenden Erwartung der Geburt Jesu Christi, der im christlichen Glauben als „ Licht der Welt ” bezeichnet wird.

Wichern wollte mit seinem Adventskranz die Botschaft von Weihnachten veranschaulichen und auf das Kommen Jesu Christi als Licht der Welt hinweisen. Im Advent findet sich weiteres Lichtbrauchtum wie etwa die Kerzen am Christbaum oder auch Lichtriten am Fest der Heiligen Lucia, Hinzu sind verschiedene Deutungen getreten, die sich auf die Kreisform, die Symbolik des Kranzes, das Tannengrün im Winter sowie die verwendeten Farben der Kerzen bzw.

auch der Schleifen beziehen: So wird der Adventskranz gern in Bezug auf den Erdkreis und die vier Himmelsrichtungen gedeutet. Der Kreis symbolisiert auch die mit der Auferstehung gegebene Ewigkeit des Lebens, das Grün die Farbe der Hoffnung und des Lebens, und die Kerzen das kommende Licht, das in der Weihnachtsnacht die Welt erleuchtet.

  • Die Vierzahl der Kerzen geht auf die Zahl der Sonntage im Advent zurück.
  • Papst Gregor der Große hatte sie für die Westkirche auf vier fest gesetzt.
  • Die vier Sonntage standen symbolisch für die viertausend Jahre, die die Menschen gemäß damaliger Auffassung nach dem Sündenfall auf den Erlöser warten mussten.

Das Benediktionale der katholischen Kirche enthält einen Ritus für die Segnung des Adventskranzes. In der katholischen Kirche und katholischen Gegenden ist es zum Teil üblich, den Adventskranz mit drei violetten Kerzen und einer rosa Kerze zu schmücken.

Die rosa Kerze wird am dritten Adventsonntag, dem Sonntag Gaudete (lateinisch für Freuet euch! ), entzündet. Die Farbsymbolik richtet sich nach der liturgischen Farbe der Paramente : Die liturgische Farbe des Advents ist Violett; am dritten Adventsonntag können alternativ rosa (= violett, durch das die festliche Farbe Weiß hindurchscheint) Paramente verwendet werden (siehe Laetare in der Fastenzeit ).

Im katholischen Teil Irlands, wo Adventskränze nur in Kirchen üblich sind, kommt zu den drei violetten und einer rosa Kerze noch eine weitere weiße Kerze. Diese fünfte Kerze steht in der Mitte des Adventskranzes und wird am Heiligabend entzündet. Auch sind mit den einzelnen Kerzen Bezeichnungen verbunden, die früher der Liturgie des jeweiligen Adventssonntags entsprachen: Isaiaskerze, Johanneskerze, Josefskerze und Marienkerze.

Im Erzgebirge werden die Adventskränze traditionell ausschließlich mit roten Kerzen geschmückt. Die Farbe rot steht hier für die Liebe und das Licht, mit dem Christus zu den Menschen kam. Die in der Woche nach Totensonntag gebundenen Kränze aus Fichten- und Tannenreisig werden mit vergoldeten Tannenzapfen und Glocken, Glaspilzen oder in jüngerer Zeit Glaskugeln geschmückt.

In manchen Gegenden Sachsens wird der Adventskranz mit 24 Nüssen, davon vier silberne für die Adventssonntage und eine goldene für Weihnachten, behängt. Manchmal wird der Adventkranz mit Kerzen in den vier Farben violett, rot, rosa und weiß geschmückt, die in dieser Reihenfolge entzündet werden.

Im ambrosianischen Ritus werden sechs, anstatt der im römischen Ritus verbreiteten vier Kerzen verwendet, wobei hier auch die Adventszeit sechs Wochen umfasst. In Kirchen des ambrosianischen Ritus ( Kirchenprovinz Mailand und manche Pfarreien des Bistums Lugano ) wird der Adventskranz während der Messen stets auf oder in unmittelbarer Umgebung des Altars platziert und die entsprechenden Kerzen im Rahmen der Messe rituell entzündet.

Auch das protestantische Norwegen kennt die Tradition, die Kerzen nach der liturgischen Farbe zu wählen. Das sind nach der Tradition der lutherischen norwegischen Kirche vier violette Kerzen. In Schweden ist die erste Kerze traditionell weiß, die anderen drei violett.

Das Weiß steht für die Paradiesfarbe, wie Kristin Solli Schøien im Buch „I en kurv til min datter” aus dem Jahr 2003 beschreibt. Es gibt die Tradition, dass am Adventskranz nebeneinanderliegende Kerzen oder die Kerzen immer gegen den Uhrzeigersinn entzündet werden. Das Anzünden der gegenüberliegenden Kerze am zweiten Advent wird in dieser Tradition als falsch betrachtet.

Die Symbolik des Kerzenentzündens thematisieren auch Adventslieder wie Wir sagen euch an den lieben Advent von Maria Ferschl und Heinrich Rohr sowie der weitverbreitete Kinderreim Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,

Wie sah der erste Adventskranz aus?

Der erste Kranz hatte 19 kleine und vier große Kerzen – Den Kranz hängte Wichern im Betsaal des Waisenhauses auf. Er hatte 19 kleine rote und vier dicke weiße Kerzen. Jeden Tag wurde eine neue Kerze angezündet – eine kleine für die Werktage, eine große für die Advents-Sonntage. Erst um 1860 wurde der Kranz auch mit Tannengrün geschmückt und setzte sich in den evangelischen Kirchen und Privathaushalten bis Anfang des 20. Jahrhunderts allgemein durch.1925 soll auch erstmals ein Kranz in einer katholischen Kirche in Köln gehangen haben.

Spätestens ab der Zeit nach dem findet man ihn in aller Welt und in allen möglichen Formen. Heute gibt es Kränze aus Frottee, aus Plastik, aus Porzellan, ausklappbare Kränze für die Reise und vieles mehr. Eines haben sie alle gemeinsam: Im Gegensatz zum Wichern-Kranz stecken darauf nur noch vier Kerzen – für die Adventssonntage.

Die restlichen Kerzen sind im Laufe der Zeit auf der Strecke geblieben, denn um mehr als 20 Kerzen unterzubringen, müsste ein Kranz einen Durchmesser von ein bis zwei Metern haben. Im in Hamburg allerdings wird die Wichern-Tradition aufrecht erhalten. AUDIO: Wichern-Kranz (2 Min)

Wer hat die Adventszeit erfunden?

Adventszeit – Das Wort „Advent” stammt von dem lateinischen Wort „adventus” ab und bedeutet „Ankunft”, In den christlichen Kirchen ist das die Zeit der Vorbereitung und der Erwartung auf das Fest der Geburt Christi. Die Adventszeit beginnt am 4. Sonntag vor Weihnachten und der 1.

Adventssonntag ist zugleich auch der Beginn des Kirchenjahres. Der Advent geht zurück auf das 6. Jahrhundert. In der römischen Kirche gab es zunächst eine wechselnde Zahl von 4 bis 6 Adventssonntagen, bis Papst Gregor (590 – 604) vier Adventssonntage als einheitlich festlegte. Den heute in vielen Familien aufgestellten Adventskranz gibt es aber noch gar nicht so lange.

Er wurde von dem Hamburger Erzieher und Theologen Johann Hinrich Wichern (1808 –1881) erfunden,

Warum ist die 3 Kerze am Adventskranz Rosa?

Pink wie der Umfang des Pfarrers am dritten Adventsonntag – Was die Farben betrifft, geht’s zurück zum Ursprung: Das klassische Rot in Verbindung mit Gold ist wieder aktuell. Und: Vermehrt wird auch zur Adventfarbe schlechthin gegriffen – violet. Violet steht kirchlicher Symbolik zufolge als Mischung aus Rot und Blau für die Verbindung von Mensch und Gott kurz vor der Heiligen Nacht.

“Als Zeichen der Vorfreude auf Weihnachten trägt der Pfarrer am dritten Adventsonntag deshalb ein helles violet, also rosa”, erklärt Schmiedleitner. “In einem violetten Adventkranz kann die dritte Kerze deshalb auch gerne rosa sein.” Wer auf das lästige Abnadeln der Tannenzweige lieber verzichten möchte, der kann auf “Hilfsmittel” zurückgreifen.

So gibt es etwa die Möglichkeit, statt eines Kranzes Dekounterteller aus Holz oder Keramik zu verwenden. Diese können individuell gestaltet werden – mit Utensilien, die auch bei einem klassischen Kranz verwendet werden. Die Dekoration bleibt neben Schleifen und Weihnachtskugeln natürlich: Tannenzapfen und Moos bringen den Wald ins Haus.

  • Getrocknete Früche wie Orangen oder Äpfel sorgen für Farbtupfer, Zimtstangen verströmen einen angenehm weihnachtlichen Duft.
  • Adventmarkt in Gstötten, St.
  • Marienkirchen Die Goldhaubengruppe St.
  • Marienkirchen lädt am Sonntag, 20.
  • November, von 10 bis 17 Uhr zum Adventmarkt im Kulturhof Müllner z’Gstötten in Andiesen.

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Warum gibt es nur noch 4 Kerzen auf dem Adventskranz?

Vier Kerzen auf dem Adventskranz – Das Original in Wagenradgröße war natürlich zu groß für die meisten Stuben, bei einem kleineren Kranz hätten sich die zu eng stehenden Kerzen aber gegenseitig zum Schmelzen gebracht. Abgesehen vom traditionellen Adventskranz im Rauhen Haus in Hamburg haben die heutigen Kränze deshalb nur noch vier Kerzen.

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Wo ist der größte Adventskranz der Welt?

Über dem Brunnen des Mariazeller Hauptplatzes krönt der weltweit größte hängende Adventkranz die Vorweihnachtszeit. Auf den ersten Blick beeindruckt er durch seine Dimensionen – 12 Meter Durchmesser und 6 Tonnen Gesamtgewicht – und fügt sich doch harmonisch in den Platz ein.

Auf den zweiten Blick erkennt man die Vielzahl der Kerzen, denn es sind insgesamt 24.20Lichter, eines für jeden Wochentag des Advents, überragt von den vier Sonntagskerzen, die das Warten auf Weihnachten symbolisieren. Damit ist der Mariazeller Kranz eine authentische Reminiszenz an den historisch ersten Adventskranz von 1850 (Hamburg), der ebenfalls 24 Tageskerzen hatte.

Das tägliche Entzünden einer Kerze steht symbolhaft für die Erhellung der dunklen Winterabende bis zum lichtvollen Weihnachtsfest. Die vier großen Kerzen werden, stets begleitet von musikalischer Umrahmung, in einem feierlichen Akt an den Samstagen um 17.00 Uhr entzündet.

Was hat der Adventskranz für eine Bedeutung?

Bedeutung der Lichter und Form des Adventskranzes – Die Kerzen am Adventskranz spenden mit jedem Adventssonntag mehr Licht. Symbolisch soll damit die zunehmende Erhellung in Vorfreude auf „das Licht der Welt” (die Geburt von Jesus Christus) ausgedrückt werden.

  1. Die Kreisform abstrahiert die vier Himmelsrichtungen und schlussendlich den runden Erdkreis.
  2. Außerdem ist sie in Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus Symbol für das ewige Leben.
  3. Tannengrün und die Blätter des Weihnachtssterns am Adventskranz stehen für Hoffnung und Leben.
  4. Im streng katholischen Glaubenskreis werden Adventskränze mit violetten und rosa Kerzen vor dem ersten Entzünden in kirchlichen Veranstaltungen gesegnet.

Bei manchen Adventskränzen der katholischen Glaubensgemeinden steht zusätzlich eine fünfte Kerze in der Mitte des Kranzes. Sie wird nicht zu den Adventssonntagen, sondern erst am Heiligabend angezündet. In Mailand existiert ein ambrosianischer Ritus. In diesem umfasst die Adventszeit – wie zu alten katholischen Zeiten des Kirchenjahres – sechs Wochen.

Was bedeutet das Wort Advent auf Deutsch?

Das lateinische Wort „Advent’ bedeutet wörtlich übersetzt ‘Ankunft’. Die Adventszeit verweist auf die Ankuft Jesu Christi, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern.

Warum ist der Adventskranz grün?

Die Bedeutung des Weihnachtskranzes – Die Symbolik des Adventskranzes ist nicht eindeutig zu erklären. Ursprünglich ist die Zunahme des Lichts ein Sinnbild für die steigende Erwartung der Geburt von Jesus Christus. Er wird im christlichen Glauben als „Licht der Welt” bezeichnet. Im Laufe der Zeit folgten weitere Deutungen.

Sie beziehen sich dabei auf die Kreisform, die Bedeutung des Kranzes, die verwendeten Farben der Kerzen oder der Schleifen sowie auf die Nutzung des Tannengrüns. Dadurch wird der Adventskranz gern auch in Bezug auf den Erdkreis und die vier Himmelsrichtungen gedeutet. Die Kreisform symbolisiert häufig die Ewigkeit des Lebens, welche Jesus Christus mit seiner Auferstehung zeigte.

Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Lebens. Die Kerzen stehen für das zunehmende Licht, welches in der Weihnachtszeit die Welt erleuchtet. Das Erzgebirge schmückt seine Adventskränze traditionell ausschließlich mit roten Kerzen. Diese Farbe steht in diesem Zusammenhang für Liebe und das Licht, mit dem Jesus Christus zu den Menschen kam.

  • Im Erzgebirge werden in der Woche nach Totensonntag Kränze aus Fichten- und Tannenreisig gebunden und mit vergoldeten Tannenzapfen und Glocken, Glaspilzen oder seit wenigen Jahren mit Glaskugeln und auch Bändern geschmückt.
  • In manchen Gegenden in Sachsen hängen die Menschen 24 Nüsse an den Adventskranz, wovon vier silberne für die Adventssonntage und eine goldene für Weihnachten sind.

Im katholischen Teil Irlands sind Adventskränze nur in Kirchen üblich. Auf dem Kranz stecken drei violette und eine rosa Kerze, die auch teilweise in deutschsprachigen katholischen Kirchen Verwendung finden, sowie zusätzlich noch eine weitere weiße Kerze.

Wie heißt es richtig Adventskranz oder Adventkranz?

Adventkranz (Deutsch) Worttrennung: Ad·vent·kranz, Plural: Ad·vent·krän·ze.

Warum hat der Advent 24 Tage?

Beginn und Dauer des Advents –

Jahr erster Adventssonntag
2019 0 1. Dezember
2020 29. November
2021 28. November
2022 27. November
2023 0 3. Dezember
2024 0 1. Dezember
2025 30. November
2026 29. November

Die Adventszeit beginnt in der mit der am Vorabend des und endet am vor der ersten Vesper von, Die Adventszeit der lateinischen Kirche dauert 22 bis 28 Tage und hat immer vier Sonntage, mit Ausnahme der Bistümer, die am festhalten. Der Grund für die unterschiedliche Länge der Adventszeit (im Gegensatz zur, die eine feste Länge hat) liegt darin, dass der Beginn an einen beweglichen Sonntag gebunden ist, das Ende aber an einen festen Monatstag, den 24.

Was heißt auf Russisch Advent?

Substantive
́ m. der Advent Pl.: die Advente
́ ́ n. der Advent Pl.: die Advente
́ ́ n. der Advent Pl.: die Advente

Warum gibt es kein Gloria im Advent?

Der Advent (lat. adventus = Ankunft) ist die Zeit der Vorbereitung auf die Feier der Geburt des Herrn. Gleichzeitig steht aber auch die Erwartung der endzeitlichen Wiederkunft Christi im Vordergrund. Es lassen sich deshalb zwei Phasen innerhalb der Adventszeit unterscheiden: Bis zum 16.

  • Dezember steht die Parusie, das endzeitliche Kommen des Herrn im Vordergrund („Ankunft in Herrlichkeit”).
  • Entsprechend sind in den Schriftlesungen der Propheten Jesaja sowie Johannes der Täufer Ton angebend.
  • Die Tage vom 17.
  • Bis zum 24.
  • Dezember sind dagegen besonders auf das Geburtsfest Jesu Christi („Ankunft in Niedrigkeit”) ausgerichtet – die neutestamentlichen Schriftlesungen thematisieren dementsprechend dessen Vorgeschichte.

Eine Bereicherung für die Werktagsgottesdienste dieser Zeit sind die O-Antiphonen. Aus dem Stundengebet entlehnt, bilden sie die Halleluja -Verse vor dem Evangelium und verbinden jeweils eine preisende Anrede des erwarteten Messias mit einer Bitte um sein heilbringendes Kommen.

  • Weiterhin entfällt während der gesamten Adventszeit das Gloria, damit der Gesang der Engel später an Weihnachten wie etwas Neues erklingt.
  • Die liturgische Farbe des Advents ist Violett – ein Hinweis darauf, dass er ursprünglich Bußcharakter besaß.
  • Eine Besonderheit stellt der 3.
  • Adventssonntag ( Gaudete ) dar, der einen ausgesprochen freudigen Charakter aufweist – die rosafarbenen Gewänder (= Violett, aus dem Weiß hervorscheint) machen das sichtbar.

Der Advent beginnt immer mit dem 1. Adventssonntag, d.h. mit jenem Sonntag, der auf den 30. November fällt oder diesem am nächsten kommt. Er markiert auch den Beginn des neuen Kirchenjahres. Stark ausgeprägt ist das Brauchtum im Advent. Zu erwähnen sind unter anderem der Adventskranz und -kalender, die Barbarazweige, das sind Kirschbaumzweige, die, am Barbaratag in die Vase gesteckt, zu Weihnachten blühen, sowie die Bräuche am Nikolaustag.

Warum hat der irische Adventskranz 5 Kerzen?

Irischer Adventskranz – Der Adventskranz in Irland hat übrigens statt vier Kerzen fünf. (Foto: MPKphoto via Canva) Der Adventskranz in Irland hat übrigens statt vier Kerzen fünf und symbolisiert mit seinen Farben die christliche Stimmung in der Adventszeit. Drei der fünf Kerzen haben eine lila Farbe, eine Kerze ist rosa und eine Kerze in der Mitte des Adventskranzes hat eine weiße Farbe.

Welche Kerze zündet man als erstes an?

In welcher Reihenfolge soll ich die Kerzen anzünden? – Das kommt darauf an, welchen Adventskranz Sie haben. Nur bei den katholischen Adventskränzen gibt es eine feste Reihenfolge. Die haben eine rosa Kerze, die erst am dritten Adventssonntag entzündet werden darf.

  • Denn: Der steht in der katholischen Liturgie unter dem Motto „Gaudete” (Latein für „Freut Euch!”), ein Zitat aus dem Philipperbrief, der verspricht: „Der Herr ist nahe.” Es ist nur noch eine Woche bis Weihnachten, der Geburt Jesu.
  • Die rosa Kerze soll das verdeutlichen.
  • Für alle anderen in Deutschland üblichen Adventskränze gibt es keine religiös begründete Regel.

Üblicherweise werden die Kerzen entgegen dem Uhrzeigersinn entzündet. Mit welcher Kerze Sie anfangen, ist Ihnen überlassen.

Wie lange kann man den Adventskranz stehen lassen?

Bis wann bleibt der Adventskranz stehen? – Nach dem vierten Advent hat der Adventskranz seine Aufgabe erfüllt. In der Regel bleibt der Adventsschmuck noch bis nach den Weihnachtsfeiertagen stehen. Dann sind aber auch meist selbst die dicksten Kerzen abgebrannt! Und wie entsorgt man die Weihnachtsdeko? In welchen Müll gehört der Kranz? Am einfachsten in den Restmüll mit dem Kranz.

Was ist Advent Geschichte?

Geschichte – Ursprünglich kommt der Begriff Advent aus dem Griechischen und bedeutet Ankunft, Anwesenheit, insbesondere von Königen und Kaisern. Aber auch aus dem Lateinischen „adventus” ist eine Ableitung möglich.1 Die Adventszeit wurde ursprünglich als Fastenzeit begangen, die zwischen dem 11.

November und dem 6. Jänner, dem Fest der Erscheinung des Herrn, eingehalten wurde. Es durfte auch nicht getanzt oder gefeiert werden, da es als geschlossene Zeit deklariert wurde. Die heutige Form der Adventszeit geht auf das 7. Jahrhundert zurück und wurde “tempus ante natale Domini” genannt. Papst Gregor der Große legte vier Sonntage als Adventszeit fest und steht symbolisch für die viertausend Jahre, die die Menschen nach dem Sündenfall auf den Erlöser warten mussten.

Das Konzil von Trient hat diese Regelung bestätigt. Für Christen ist die Adventszeit die Vorfreude auf die Geburt Christi und der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, das zur Adventszeit gezählt wird. Zugleich beginnt mit dem ersten Advent das neue Kirchenjahr.

Wo ist der Adventskranz verbreitet?

Ich soll Dich suchen mit der Sehnsucht, Ich sehne mich nach Dir mit der Suche! Mit der Liebe soll ich Dich finden, Und soll ich Dich lieben mit dem Finden. Die als Motto gewählten Zeilen des Gebetes vom englischen Kirchenvater, dem Heiligen Anselmus von Canterbury (1033–1109), drücken das Warten zur Adventszeit, die Vorbereitung auf die Ankunft Christi aus, deren Hilfsmittel in Mitteleuropa der Adventskranz ist.

  1. Der Anfang des liturgischen kirchlichen Jahres ist der Advent, der Volkssprache nach ádvent, ádvint.
  2. Das Wort stammt aus dem lateinischen adventus Domini (die Ankunft des Herren).
  3. Der Kirche nach ist er eine heilige Zeit, im Mittelalter war er außerdem noch Zeit des Fastens als Vorbereitung auf Weihnachten (Bálint 1973, 15.; Gáncs–Szabó 2003).

In seinem 1757 erschienenen Buch Der heilige Heortokrates, oder kurze Geschichte der christlichen Feste hat Péter Bod (1712–1769), reformierter Prediger im siebenbürgischen Magyarigen, Folgendes geschrieben: „Domenica Adventus, Adventsonntag. So werden heute die vier Wochen vor Weihnachten genannt.

Früher waren es sechs Wochen, beginnend mit dem Tag des Hl. Martinus (die griechische Kirchengemeinde beginnt ihr Fasten auch heute noch an diesem Tag), aber bei den Latinisierten wurde er auf vier Wochen gekürzt. Denn Christ hat vier Ankünfte: 1. Als er zu Fleisch und Blut wurde; 2. wenn er in die Herzen hineinfliegt und den Mensch bekehrt; 3.

wenn er zum Jüngsten Gericht kommt. Allgemein beginnt der Advent mit dem Tag des Hl. Andreas, da diese Tage zum Nachdenken über die Verkörperlichung Christi, zum Anfang des Fastens da waren” (Bod 1757, 31) Deshalb wurde die Adventszeit in Szeged kisbűt (kleines Fasten), in Tápé adventbűt (adventliches Fasten) genannt.

  1. Mittwoch und Freitag gab es ein strenges Fasten, am Samstag musste man sich nur von den Fleischgerichten fernhalten (Bálint 1973, 16; Bálint 1980, III: 214).
  2. Zur Adventszeit gab es auch keine lauten Festlichkeiten, die 1907 geborene Mezőkövesder Gedingarbeiterin Margit Gari erinnert sich so: „Der Advent war für uns die Zeit der Erwartung von Christus, Vorläufer der Geburt des Christkinds.

Wir haben gewartet, gebetet und haben uns gefreut, dass zu Weihnachten Der Advent begann nach dem Andreastag, der die Musik einschloss. Wenn sich Andreas näherte, wussten wir, dass es leider vorbei mit der Freude ist. Am Andreastag gingen wir zur ersten Morgenmesse.

  1. Als der erste Adventstag anbrach, bereiteten wir schon die Unterkunft vor, aber nicht in unserem Haus, sondern in unseren Herzen” (Fél 1993, 239; Fél 1983, 298–299.) Im 19.
  2. Jahrhundert ist im protestantischen Norddeutschland ein Brauch entstanden, der den wichtigsten Sinn des Advents ausdrückte: das Erwarten der Weihnachtszeit.

In den 1870er Jahren hatte in Pommern ein evangelischer Pfarrer am ersten Adventssonntag in einer Kirche einen Weihnachtsbaum aufgestellt, und an jedem neuen Sonntag eine zusätzliche Kerze daran angezündet. Später wurde der Baum durch einen, aus grünen Zweigen angefertigen Kranz ersetzt.

  1. Andere frühe Daten besagen, dass im größten Waisenhaus in Berlin schon 1860 ein mit Kerzen geschmückter Tannenkranz erschienen ist.
  2. Seit Ende des 19.
  3. Jahrhunderts, aber hauptsätzlich seit dem Ersten Weltkrieg hat sich der Adventskranz von den protestantischen norddeutschen Gebieten bis in die katholischen süddeutschen und österreichischen Gebiete verbreitet.
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Bei seiner Verbreitung spielten auch die Kirchen, die Schulen und der Handel eine große Rolle. In Österreich wurde er seit dem Ersten Weltkrieg zunächst nur in den Städten und bei den Familien der höheren gesellschaftlichen Schichten bekannt. Die Wiener machten im Jahr 1920 Bekanntschaft mit ihm, als ein Wiener Universitätsprofessor, aus Freiburg zurückkehrend, sich einen von einem Josefstädter Blumengeschäft anfertigen ließ.

Dem Besitzer des Geschäftes gefiel das bisher unbekannte Ding so, dass er den zweiten Kranz ins Schaufenster hängte. Noch in jenem Advent wurden 30 Kränze verkauft. In Graz wurde er 1925 von der Jugendbewegung, in Linz nach dem Ersten Weltkrieg von aus Deutschland stammenden Familien bekannt gemacht. In Tirol war er in der Zwischenkriegszeit noch kaum bekannt.

Der aus Deutschland stammende Brauch hat sich zur Zeit des Anschlusses (1938–45) in ganz Österreich verbreitet (Wolfram 1959, 2–6; Galler 1977, 6–7.). Heutzutage gibt es kein österreichisches Dorf oder Haus, in dem der Adventskranz unbekannt ist, selbst bei den Ungarn im Burgenland nicht (Seper 1976, 118; Petrei 1972, 148–149).

  1. Auf den Weinachtsmärkten, in den Blumengeschäften und Warenhäusern ist er überall zu kaufen.
  2. Als Dekoration ist er nicht nur in den Geschäften der Großstädte (Innsbruck, Salzburg, Graz, Wien), sondern auch in den kleinen Alpendörfern zu sehen.
  3. Im Familienkreis ist er aber nicht nur eine Dekoration.
  4. Zu Hause wird er mit seinen lila Schleifen an die Decke gehängt oder auf den Tisch gelegt.

Seine vier Kerzen deuten auf die vier Adventswochen hin. An jedem Sonntag wird im dunklen Zimmer eine zusätzliche Kerze angezündet, so verstärkt sich sein Licht mit der Ankunft der Weihnachtszeit. Am Heiligabend brennen schon all seine vier Kerzen zusammen mit denen des Weihnachtsbaumes.

  1. Neuerdings bekommen die Kinder mit dem Adventskranz auch einen sog.
  2. Tagesfresser”: An einer Schleife sind 24 Nüsse gebunden, die die Tage bis Weihnachten symbolisieren.
  3. Die versilberten Nüsse zeigen die Sonntage, die vergoldete Nuss zeigt den Heiligen Abend an.
  4. Die Schleife wird an den Kranz gebunden, und die Kinder schneiden jeden Morgen oder Abend eine Nuss ab.

In den die Wochentage symbolisierenden Nüssen sind kleine Zettel mit Ratschlägen in Bezug auf das Benehmen und Lernen, in den versilberten und im vergoldeten sind Süßigkeiten oder auch Geld versteckt. Der Adventskranz ist in Österreich so beliebt, dass er seit einigen Jahrzehnten, zusammen mit dem kleinen Weihnachtsbaum, auch an den Gräbern zu finden ist.

Im Lande Salzburg wird der Adventskranz am frohen Silvesterabend im Garten verbrannt. Auf den Fragebögen des in der Mitte der 1950er Jahre zusammengestellten Österreichischen Volkskundeatlasses hat eine Bauerstochter geantwortet: „Der Adventskranz ist erst seit kurzer Zeit bei uns Brauch. Es ist aber ein schöner Brauch, den man nicht mehr weglassen will” (Wolfram 1959, 7).

Mit der geografischen Verbreitung des Adventskranzes haben sich sowohl die deutschen, als auch die österreichischen Volkskundeatlanten beschäftigt. Das Material der Karte Nr.36 des Atlasses der deutschen Volkskunde wurde 1932 gesammelt. Die Karte zeigt, dass der Adventskranz in den hauptsächlich protestantischen (evangelischen) Gebieten Norddeutschlands stark verbreitet ist.

Von seinem Stammgebiet ist er zu der Zeit noch nicht (oder nur sehr selten) in die katholischen südlichen und südöstlichen Gebiete Deutschlands und in Österreich eingedrungen. Die Grenze der Verbreitung kann bei den Sudetendeutschen sehr genau beobachtet werden: Bei ihren Nachbarn, im evangelischen Sachsen und Schlesien, ist der Adventskranz schon stark verbreitet, aber unter den katholischen Sudetendeutschen und in Oberschlesien war er noch fast unbekannt.

Während der Sammlung für den Atlas hat sich auch herausgestellt, dass der Adventskranz zuerst bei den evangelischen Familien erschienen ist. Es ist auch auffallend, dass er sich in den Großstädten, in den Industriegebieten und in deren Umgebung sehr schnell verbreitet hat.

Hier hat er sogar die Konfessionsgrenzen überschritten, am stärksten im Rhein- und Ruhrgebiet. Zuerst ist er bei den wohlhabenden Familien, in den oberen Gesellschaftsschichten erschienen, von dort aus hat er sich dann weiter verbreitet (Atlas der deutschen Volkskunde.2. Lieferung, Karte Nr.36.). Der deutsche Volkskundeatlas gibt auch Informationen über Österreich: Die Karte Nr.36.

zeigt, dass der Adventskranz im Jahre 1932 nur sehr spärlich verbreitet war. Von den 1148 Forschungsorten war er nur in 86 bekannt, darunter in 51 Orten nur bei einigen Häusern. In Südtirol war er völlig unbekannt, in Tirol gab es 2, in Niederösterreich 30, in Oberösterreich 18 und in der Steiermark 20 Belegorte, an denen er bekannt war (Wolfram 1959, 1).

Im Österreichischen Volkskundeatlas beschäftigen sich sogar zwei Karten mit dem Adventskranz, seine Materialien wurden 1955/56 gesammelt. Als man 23 Jahre nach dem Deutschen Vorgänger den Adventskranz beschrieben hat, konnte man ihn schon an 1804 Belegorten registrieren, nur an 13 Orten war er unbekannt.

Das bedeutet, dass die Intensität des Brauchs schon 16-mal größer war als früher. Die konfessionellen Unterschiede sind nun völlig verschwunden: Die katholische Kirche hat den protestantischen Brauch völlig übernommen, und seit dem Zweiten Weltkrieg haben sogar Kranzweihen in katholischen Kirchen stattgefunden.

Der Adventskranz war in der Mitte des 20. Jahrhunderts trotzdem nicht so allgemein in Österreich anerkannt: Das zeigt, das er in 862 Forschungsorten nur in einigen Häusern bekannt war. Am stärksten verbreitet war er in dem in west-östlicher Richtung geöffneten Donautal, hauptsächlich in Oberösterreich, links und rechts neben den wichtigen Verkehrswegen und in den Flusstälern.

Im nördlichen Teil von Niederösterreich, in zahlreichen Gebieten von Oststeiermark, Kärnten und Südtirol hingegen ist er nur sehr selten aufgetaucht, oft nur in den Kirchen, den Schulen oder bei einigen Häusern. In seiner Verbreitung spielten die Städte und die gebildeten Schichten eine führende Rolle.

Die Bauern haben ihn nur langsam angenommen. Die Kirche hat viel für seine Verbreitung getan: An 332 Forschungsorten hat ihn der Pfarrer oder eine andere kirchliche Person eingeführt. Die Schule hat an 266, die Organisationen der NSDAP an 42 Orten eine Rolle bei der Verbreitung gespielt. An den übrigen 67 Orten haben die vor den Bombardierungen in Deutschland Fliehenden, die ausgebombten deutschen Familien sowie die aus Deutschland kommenden Gäste und Ehefrauen für die Verbreitung das Wesentliche getan.

Nicht zu übersehen sind die verschiedenen Zeitungsartikel, die vor Weihnachten Ratschläge zum Anfertigen von Adventskränzen gegeben haben. Karte Nr.8 im Österreichischen Volkskundeatlas zeigt, dass bei der österreichischen Verbreitung des Adventskranzes die Zeit des Anschlusses (1938-1945) eine sehr wichtige Rolle gespielt hat: Die Kontakte mit Deutschland waren intensiver, und der Brauch des Adventskranzes konnte noch leichter nach Österreich gelangen.

  1. Aus 186 Forschungsorten hat man mitgeteilt, dass dieser Brauch bei ihnen erst nach 1945 erschienen ist (Wolfram 1959, 2, 5.
  2. Österreichischer Volkskundeatlas.1.
  3. Lieferung, Bl.7, 8, 9.).
  4. Nach der Erscheinung der beiden Volkskunde-Atlanten hat Hermann Bausinger eine Studie über den Adventskranz geschrieben, in der er neue, bislang unbekannte Daten über die Entstehung dieses Brauchs mitgeteilt hat.

Von ihm wissen wir, dass den frühesten Adventskranz, von dem wir Aufzeichnungen finden können, der evangelische Priester und Gründer des Hamburger Rauhen Hauses (einer evangelischen Erziehungsanstalt), Johann Hinrich Wichern, im Jahre 1833 angefertigt hat: Vor der ersten Adventsmesse wurden rund um die Orgel zahlreiche farbige Wachskerzen aufgestellt und beim Lobspruch nacheinander angezündet.

Später entstand der Brauch, dass von der ersten Adventsmesse an (in der Mitte des 19. Jahrhunderts am Mittag, seit den 1870er Jahren abends) jeden Tag eine neue Kerze am Leuchter des Gebetraumes angezündet wurde. So waren die runde Form und die Kerzen des Adventskranzes nach Bausinger schon gegeben, später kamen die Tannenzweige dazu (Bausinger 1970, 12–14.).

Im Jahr 1991 hat das Rauhe Haus ein Dokument herausgegeben, das die Entstehung des Adventskranzes so beschreibt: Der erste Adventskranz entstand im Jahre 1839, er war rund, aus Holz mit 23 Kerzen. Die Wände des Gebetsraumes waren von 1851 an mit Tannenzweigen geschmückt.

  • Der wagenrad-große hölzerne Adventskranz, mit 18–24 dünnen, roten und 4 dicken, weißen Kerzen wurde zuerst 1860 mit Tannenzweigen verziert.
  • Bis zum 24.
  • Dezember wurde jeden Tag eine neue Kerze angezündet, das immer stärkere Licht hat die Ankunft Christi verkündet.
  • Die dünnen roten Kerzen wurden werktags, die dicken weißen wurden sonntags angezündet.

All das hat Johann Hinrich Wichern in seinem Tagebuch beschrieben, und die Hamburger Volkskundlerin Gisella Jaacks bestätigt: „Meines Wissens ist der Brauch, einen Adventskranz als Symbol der Erwartung aufzustellen und mit Lichtern zu versehen, auf Johann Hinrich Wichern zurückzuführen.

Jedenfalls ist es bei Wichern zum ersten Mal zu belegen. Er hat mit großer Wahrscheinlichkeit als erster im europäischen Raum den Adventskranz eingeführt und bekannt gemacht” (Mann von Velsen – Kohlmann hg. von 1991, 21–26). Der Adventskranz ist im Ersten Weltkrieg in den Lazaretten Norddeutschlands erschienen, wo ihn auch aus anderen deutschen Gebieten stammende Soldaten kennenlernen konnten, was auch zu seiner Verbreitung beigetragen hat (Bausinger 1970, 15).

In Niederösterreich werden die Adventskränze am Abend vor dem ersten Adventssonntag kirchlich geweiht, sie werden auf die Altartreppen oder auf einen, zu diesem Zweck aufgestellten Tisch gelegt. In Wolkersdorf legen die Gläubigen ihre Kränze vor sich auf die Bank, und der Pfarrer weiht jeden Kranz.

  • In Prinzendorf an der Zaya werden sie vor den Nebenaltar halbkreisförmig aufgestellt (Galler 1977, 8).
  • Ausserdem hängt man in Niederösterreich Weihnachtssymbole (Apfel, Nuss oder Engelchen) an die bereits hängenden Kränze, so wird die Verwandschaft zwischen Adventskranz und Weihnachtsbaum betont (Galler 1977, 8).

Bevor ich zur Erscheinung und Verbreitung des Adventskranzes in Ungarn übergehe, möchte ich in Bezug auf das vorher Gesagte aus Walter Hartingers Buch Religion und Brauch zitieren: „Dieser positiven Grundstimmung dürfte es zuzuschreiben sein, dass im ausgehenden 19.

Und beginnenden 20. Jahrhundert Neuerscheinungen, wie der Weihnachtsbaum und der Adventskranz in den Kultraum integriert worden sind, obwohl ihnen damals durchweg der Geruch heidnischer Herkunft anhing. Mittlerweilen gleichen die Chorräume mancher Kirchen zur Weihnachtszeit fast einem Lichterwald, eine eventuell vorhandene Krippe ist in den Hintergrund verdrängt, für die Adventskränze gibt es bereits kirchliche Segnungen” (Hartinger 1992, 68).

Das kann mit der Feststellung Leopold Schmidts verbunden werden: „Vereinzelt ist es heute auch üblich, die Adventskränze zu segnen, kirchlich zu benedizieren. Das ist besonders merkwürdig, weil die Christbäume, die vor etwa anderthalb Jahrhunderten in ähnlicher Form eingebürgert wurden, doch nie so nahe an kirchliches Ritual herangeführt worden sein dürften.

  1. Vermutlich hat da das für diese Adventskränze so bezeichnende Lichterwesen daran seinen Anteil, denn die Benediktion von Lichtern ist der Kirche seit langem geläufig und entspricht der von ihr selbst entwickelten Symbolik” (Schmidt 1966, 29).
  2. Das erstmals 1977 erschienene Lexikon der ungarischen Volkskunde erwähnt den Adventskranz unter dem Stichwort Advent nicht.

Im 1993 erschienenden Großen Ungarischen Lexikon kommt es aber schon vor: „Der Adventskranz symbolisiert das Licht, das im Laufe des Jahres schwindet, dann wächst.” (Magyar Nagylexikon. Budapest 1993, I:167). Im Ungarischen Katholischen Lexikon schreibt, auf Professor Bausingers Studie beruhend, Elek Bartha über den Adventskranz, aber daraus kann man nicht feststellen, das der Kranz und sein Brauch sich auch in Ungarn verbreitet hat.

  1. Magyar Katolikus Lexikon.
  2. Budapest 1993, I:61).
  3. In ungarischen volkskundlichen Handbüchern wurde erstmals im Jahr 1990, im siebten Band von Ungarische Volkskunde, von Zsuzsanna Tátrai erwähnt: „Der Adventskranz kann zu den, heutzutage an Popularität gewinnenden Weihnachtssymbolen gezählt werden.
  4. Der wahrscheinlich vom deutschen Sprachgebiet stammende Brauch begann sich in der Zwischenkriegszeit in Österreich zu verbreiten.

Die Blumengeschäfte Budapests stellen ihn in unzähligen Varianten, mit farbigen Kerzen und Schleifen geschmückt, zusammen” (Tátrai 1990, 249). Ich selbst bin dem Adventskranz 1967 in Kápolnásnyék (Komitat Fejér) begegnet. Zu der Zeit kam der Pfarrer Alajos Milcsinszky von Ráckeve (Komitat Pest) zu uns, und er legte auf den linken Nebenaltar einen grünen Tannenkranz mit vier Kerzen.

  1. Am vierten Adventssonntag war das Anzünden der Kerzen besonders feierlich: Der Pfarrer hatte auf die Melodie eines populären Schlagers einen religiösen Text geschrieben, was dann vom Mädchenchor mit meiner Gitarrenbegleitung vorgetragen wurde.
  2. In den folgenden Jahren habe ich keine Adventskränze gesehen: Im Universitätsregiment von Hódmezővásárhely, an der Debrecener Universität und in unserer Mietwohnung in Debrecen gab es keine.
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Den Advent von 1978 habe ich als Herder-Stipendiat in Wien verbracht, wo ich dem Adventskranz sehr oft in Kirchen, an der Universität, in Blumengeschäften, in Schaufenstern und in den Sendungen des ORF begegnet bin. Im Institut für Volkskunde der Wiener Universität haben wir sogar die Vorlesungen von Professor Richard Wolfram besucht, der der Autor der Karten des Adventskranzes und deren Kommentare im Österreichischen Volkskundeatlas war.

  1. So konnte ich bis zu meiner Rückkehr nach Székesfehérvár/Stuhlweißenburg sehr viel über den Adventskranz lernen, wovon ich auch bald Gebrauch machte.
  2. Im Dezember 1980 habe ich im Schaufenster des Parfüm- und Geschenkgeschäftes Opera mehrere mit vier Kerzen geschmückte grüne Kränze gesehen.
  3. Ich habe die Schaufensterdekorateurin gefragt, was sie davon wüsste.

Sie hat gesagt, diese Kränze gehören irgendwie zu den Weihnachtsfeierlichkeiten. Sie stammen aus der DDR und sind im Geschäft erhältlich. In diesem Schaufenster waren die Kränze auch vor Weinachten 1981 zu sehen. In den Adventswochen 1982 waren sie schon im Warenhaus Fehérvár zu sehen.

  1. Ich habe von ihnen Fotos gemacht.
  2. Die Kränze waren in einem Blumengeschäft in der Lenin- (heute Bischof Ottokár Prohászka-) Straße erhältlich.1983 gab es eine Dekoration im Domus-Warenhaus, und ein Adventskranz ist auch im Ungarischen Fernsehen, in der Sendung Hét (Die Woche), neben dem Moderator erschienen.

Sein Sinn war aber damals noch nicht bekannt, weil alle vier Kerzen schon am zweiten Adventsonntag brannten. Wahrscheinlich hat man ihn aus dem österreichischen Fernsehen übernommen, wo man ihn schon 1978/79 sehen konnte. Begeistert von der Erscheinung des Adventskranzes habe ich einen Artikel über ihn in den Zeitungen Fejér Megyei Hírlap (Weißenburger Zeitung), Múzeumi Kurír (Kurier des Museums), und auf Deutsch in der Neuen Zeitung geschrieben (Lukács 1980; Lukács 1982; Lukács 1983).

  • Die kleinen Mitteilungen können als erste Erwähnungen des Adventskranzes in der volkskundlichen Literatur Ungarns betrachtet werden.
  • Mein Kollege József Gelencsér hat in unserem gemeinsam geschriebenen Buch über die Volksbräuche des Komitats Weißenburg eine sehr frühe Erscheinungsperiode für den Adventskranz aus dem Mórer-Tal und dem Zámolyer-Becken erwähnt: „In Csákvár ist in der Zwischenkriegszeit bei einigen Familien der Adventskranz erschienen, wahrscheinlich mit deutscher Einwirkung.

Er hat einen Durchmesser von ca.20 cm, wurde aus Tannenzweigen angefertigt, er hatte vier Kerzen, die die vier Adventswochen symbolisieren, und wurde auf die Kommode gestellt. Jeden Adventssonntag wurde während des Abendgebetes eine zusätzliche Kerze angezündet, so wurde sein Licht auf Weihnachten zu immer stärker.

  • In Csókakő, Söréd und Bodajk werden in der Kirche schon seit langem Adventskränze benutzt, der Pfarrer zündet immer vor Beginn der Messe eine Kerze an.
  • In den Wohnungen wird er aber nicht benutzt” (Gelencsér–Lukács 1991, 251).
  • In seinem späteren Artikel schrieb József Gelencsér, dass die große Verbreitung des Adventskranzes Ende der 1980er Jahre begonnen hat, nachdem er bei kirchlichen Ritualen seinen Platz gefunden habe.

Der Stuhlweißenburger Domherr, heute Großpobst, János Kiss sagt, dass der Adventskranz schon seit langem (den 1950er Jahren) Teil der Liturgie gewesen sei (Gelencsér 1996, 9). Ignác János Sulyok, bischöflicher Bibliothekar und Archivar von Stuhlweißenburg, sagte in den 80er Jahren, die Behörde der Diözese hätte sich Ende der 1950er Jahren damit beschäftigt, ob der Adventskranz in die Kirche aufgenommen werden könnte.

  1. Aus der Sammlung von Árpád Együd wissen wir, dass zur selben Zeit der Adventskranz im benachbarten Somogy akzeptiert worden war (Együd–Szapu 1994, 9).
  2. Über seine Verbreitung in der heutigen Süd-Slowakei gibt auf Grund des Fragebogens im Jahr 1999 die Studie von József Liszka Auskunft.
  3. Der Adventskranz begann sich Ende der 1990er Jahre in der Süd-Slowakei zu verbreiten, besonders in den Städten, bei den Intellektuellen, den Unternehmern und bei der Kirche: In Komorn hat der Pfarrer am ersten Adventsonntag 1999 in der Hl.

Rosalia-Kirche 20 Adventskränze geweiht, und alle drei Konfessionen pflegen den Brauch des Adventskranzes. In Köbölkút (slow. Gbelce; ehemaliger Komitat Esztergom) hat sich auch eine Weihe der Adventskränze eingebürgert, aber nur bei den Katholiken (Liszka 2000, 153–154).

Die Verbreitung des Adventskranzes in Siebenbürgen hat Ferenc Pozsony mit der Wirkung der Sachsen erklärt, denn der Kranz ist in den sächsisch-ungarisch gemischten Familien zuerst erschienen. Die Sachsen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland umgesiedelt sind, haben ihren in Siebenbürgen gebliebenen Angehörigen einen Adventskranz als Weihnachtsgeschenk mitgebracht.

Die in die ehemaligen sächsischen Städte (Kronstadt, Reps, Schässburg) einziehenden Ungarn haben schon in den 1970er Jahren kleinere grüne Tannenkränze gemacht oder gekauft, die sie dann mit roten und weißen (also nationalfarbigen) Schleifen und Kerzen schmückten.

Die Kirche, die Schule und der Handel hat auch hier bei der Verbreitung eine große Rolle gespielt (Pozsony 1998, 231–232). Auf dem sog. Salzgebiet im Szeklerlande haben die Kalvinisten den Brauch von den Katholiken übernommen: „Am Anfang des weihnachtlichen Fastens haben die Katholiken des Salzgebietes Tannenkränze mit vier Kerzen angefertigt und jede Woche eine Kerze angezündet.

Sicher – klagten die Protestanten von Parajd und Korond – wir machen schon auch Kränze, allmählich werden wir ihnen ähnlich” (Madar 1998, 231–232). In die Woiwodina kam der Adventskranz durch Ungarn in den 1990er Jahren. Bemerkenswert ist, dass die früher in Österreich und in Deutschland arbeitenden jugoslawischen Gastarbeiter nichts zu seiner Verbreitung beigetragen haben (Liszka 2000, 149).

  • In der Aula des Stuhlweißenburger Zisterzienser-Gymnasiums zündet das spirituelle Haupt, Alajos Milcsinszky, am Morgen eines jeden Montags im Advent eine neue Kerze am großen Adventskranz an.
  • Die Lehrer, die Schüler und der Schülerchor tragen auch zur Festlichkeit des begleitenden Gebetes bei.
  • Ein Adventskranz kommt auch auf den Lehrertisch aller Klassenräume, dessen Kerzen an den Religions- und Klassenleiterstunden angezündet werden.

Als Pfarrer der Zisterzienserkirche hat Alajos Milcsinszky schon in den 1970er und 80er Jahren Adventskränze mitgebracht, die Entzündung der Kerzen im Jahre 1985 konnte ich auch fotografieren. Heute zündet Pfarrer Ottó Újfalussy immer vor der Messe am Sonntag um 18 Uhr eine Kerze an.

Der Kranz wird unter das Bild der Heiligen Familie auf einen kleinen Tisch auf der rechten Seite gelegt. In der Bischofskathedrale wird immer vor der samstägigen Abendmesse eine Kerze angezündet. In allen Kirchen der Stadt erwartet man zu Weihnachten einen Adventskranz erwartet. Auf dem Stuhlweißenburger Rathausplatz wird nicht nur Jedermanns Weinachtsbaum, sondern auch ein riesiger Adventskranz aufgestellt, dessen Kerzen sonntagabends vom Bischof und vom Bürgermeister angezündet werden.

Bei der Feierlichkeit sind auch Schauspieler, Sänger, Musikgruppen, Chöre, Schüler und Kindergartenbesucher beteiligt. Das Programm wird auch von den Zeitungen und auf Flugblättern weitergegeben. Auf der Titelseite der Zeitung der Stuhlweißenburger Selbstverwaltung Fehérvári Polgár (Stuhlweißenburger Bürger) war im Dezember zweimal das Farbfoto des Adventskranzes zu sehen (1998, 2002).

  1. In 2004 wurde ein Adventskranz über den Weihnachtsgruß des Bürgermeisters und des Bischofs gedruckt.
  2. Seit 1997 hat auch die Stadt Komorn (Slowakei) einen öffentlichen Adventskranz: Vor das Rathaus am Klapka-Platz wird in alle vier Ecken des Platzes ein riesiger Adventskranz mit vier Glühlampen aufgehängt (Liszka 2000, 150).

Laut József Gelencsér gibt es zwei Gründe, warum sich der Adventskranz so rasch verbreiten konnte: „Die freie Religionsausübung nach der Wende und das zunehmende Interesse für die Kirche gab ihm einen großen Aufschwung. Zweitens: Die im deutschen und österreichischen Besitz stehenden Warenhäuser haben immer eine große Vielfalt an Adventskränzen im Angebot, nicht nur im Schaufenster, sondern auch in den Prospekten und Katalogen” (Gelencsér 1996, 9).

  1. Ich selbst bin im Advent 1990 als Humboldt-Stipendiat dem Adventskranz in einem Prospekt begegnet.
  2. Ich habe die Handelsbeilage (Weihnachts Journal) der Zeitung Dachauer Rundschau (Ausgabe: 22.
  3. November 1990) aufbewahrt, worin wir über die selbstständige Herstellung des Adventskranzes lesen können.
  4. In den Handelsbeilagen (Weihnachtsangebot) der Weißenburger Zeitung 2001 und 2004 können wir genau über dasselbe nachlesen.

Ich habe viele Prospekte von Handwerksgeschäften und Einkaufzentren gesammelt, die Adventskränze und Kerzen anbieten. In den letzten Jahren habe ich viele Postkarten zu Weihnachten mit einem Kranzbild enthalten, und auf den Fahrplan der Budapester Verkehrs-AG von Weihnachten bis Neujahr 2002/2003 wurde ebenfalls ein Adventskranz gedruckt.

  1. Im Internet kann man nicht nur von seiner Geschichte und Herstellung, sondern auch vom größten Adventskranz Ungarns lesen: Der größte Kranz wurde 2003 in Algyő (Komitat Csongrád) angefertigt, sein Durchmesser betrug 6,6 Meter (www.rekordok.hu/advent.html).
  2. Die deutsche und österreichische Fachliteratur meint, der Adventskranz würde dem Weihnachtsbaum bis zur Jahrtausendwende eine ernste Konkurrenz.

Dieser Feststellung scheint zu entsprechen, dass an den Jedermanns Weihnachtsbaum am Budapester Vörösmarty-Platz im Jahre 2004 Kränze aus Stroh als Christbaumschmuck angehängt wurden. Somit hat der Adventskranz den Weihnachtsbaum nicht nur eingeholt, sondern auch erklommen.

Was hat der Adventskranz für eine Bedeutung?

Bedeutung der Lichter und Form des Adventskranzes – Die Kerzen am Adventskranz spenden mit jedem Adventssonntag mehr Licht. Symbolisch soll damit die zunehmende Erhellung in Vorfreude auf „das Licht der Welt” (die Geburt von Jesus Christus) ausgedrückt werden.

  • Die Kreisform abstrahiert die vier Himmelsrichtungen und schlussendlich den runden Erdkreis.
  • Außerdem ist sie in Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus Symbol für das ewige Leben.
  • Tannengrün und die Blätter des Weihnachtssterns am Adventskranz stehen für Hoffnung und Leben.
  • Im streng katholischen Glaubenskreis werden Adventskränze mit violetten und rosa Kerzen vor dem ersten Entzünden in kirchlichen Veranstaltungen gesegnet.

Bei manchen Adventskränzen der katholischen Glaubensgemeinden steht zusätzlich eine fünfte Kerze in der Mitte des Kranzes. Sie wird nicht zu den Adventssonntagen, sondern erst am Heiligabend angezündet. In Mailand existiert ein ambrosianischer Ritus. In diesem umfasst die Adventszeit – wie zu alten katholischen Zeiten des Kirchenjahres – sechs Wochen.

Was bedeutet das Tannengrün am Adventskranz?

Die Bedeutung des Weihnachtskranzes – Die Symbolik des Adventskranzes ist nicht eindeutig zu erklären. Ursprünglich ist die Zunahme des Lichts ein Sinnbild für die steigende Erwartung der Geburt von Jesus Christus. Er wird im christlichen Glauben als „Licht der Welt” bezeichnet. Im Laufe der Zeit folgten weitere Deutungen.

  • Sie beziehen sich dabei auf die Kreisform, die Bedeutung des Kranzes, die verwendeten Farben der Kerzen oder der Schleifen sowie auf die Nutzung des Tannengrüns.
  • Dadurch wird der Adventskranz gern auch in Bezug auf den Erdkreis und die vier Himmelsrichtungen gedeutet.
  • Die Kreisform symbolisiert häufig die Ewigkeit des Lebens, welche Jesus Christus mit seiner Auferstehung zeigte.

Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Lebens. Die Kerzen stehen für das zunehmende Licht, welches in der Weihnachtszeit die Welt erleuchtet. Das Erzgebirge schmückt seine Adventskränze traditionell ausschließlich mit roten Kerzen. Diese Farbe steht in diesem Zusammenhang für Liebe und das Licht, mit dem Jesus Christus zu den Menschen kam.

  1. Im Erzgebirge werden in der Woche nach Totensonntag Kränze aus Fichten- und Tannenreisig gebunden und mit vergoldeten Tannenzapfen und Glocken, Glaspilzen oder seit wenigen Jahren mit Glaskugeln und auch Bändern geschmückt.
  2. In manchen Gegenden in Sachsen hängen die Menschen 24 Nüsse an den Adventskranz, wovon vier silberne für die Adventssonntage und eine goldene für Weihnachten sind.

Im katholischen Teil Irlands sind Adventskränze nur in Kirchen üblich. Auf dem Kranz stecken drei violette und eine rosa Kerze, die auch teilweise in deutschsprachigen katholischen Kirchen Verwendung finden, sowie zusätzlich noch eine weitere weiße Kerze.

Haben Ukrainer einen Adventskranz?

Mitten auf dem Tisch war auch ein Adventskranz, den man in der Ukraine nicht kennt. Denn die meisten ukrainischen Flüchtlinge kommen aus dem Osten ihres Heimatlandes und sind daher überwiegend orthodoxe Christen.

Was bedeutet das Wort Advent auf Deutsch?

Das lateinische Wort „Advent’ bedeutet wörtlich übersetzt ‘Ankunft’. Die Adventszeit verweist auf die Ankuft Jesu Christi, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern.